Eine kleine Biografie

 

Im Alter von sechs Jahren traten die Pferde zum ersten Mal in mein Leben.
Ein Los auf dem Weihnachtsmarkt zu Köln für ehemals DM 1,- und das Schicksal, wenn man so will, schenkte mir ein Pony, denn es war der Hauptgewinn der Verlosung. Dieses Los sollte zum Los meines Lebens werden, denn von diesem Moment an waren Pferde der Mittelpunkt in meinem Leben. Auf dem erwähnten Pony namens Condor, das übrigens schon recht betagt war, sammelte ich meine ersten Erfahrungen. Bereits recht ehrgeizig für mein Alter ritt ich lange Zeit in Jeans und Gummistiefeln in den Abteilungen der Jugendlichen auf Großpferden mit. Condor starb übrigens im sagenhaften Alter von über vierzig Jahren.

Sehr viel später hatte ich die Gelegenheit, auf meinem talentierten Dressurpferd Armani und meinem alten S-Dressurpferd Be Fair Unterricht bei etablierten Reitlehrern zu bekommen, unter anderem auch beim damaligen Bundestrainer der jungen Dressurreiter Wolfgang Winkelhues, und bei einigen namhaften S- und Grand Prix-Reitern. In dieser Zeit ist es mir auch möglich gewesen, mit bis zu zehn Pferden täglich, vom rohen oder verrittenen Pferd bis hin zum S-Pferd zu arbeiten. Bis dahin hatte ich an die dreißig Pferde selbst zugeritten und ausgebildet. Heute sind es mehr als hundert Pferde, denen ich zum ersten Mal einen Sattel aufgelegt hatte.

Mit dem Trakehner-Halbblüter Marti schlug ich schließlich den Weg zum sogenannten "Show-Reiten" ein. Speziell durch Marti, der schwere und sehr offenkundige Probleme mit Gebissen hatte, begann ich vor über 15 Jahren mit gebisslosen Zäumen zu experimentieren.
Durch das Studium der Meister der klassischen Reitkunst änderte sich für mich die Wegrichtung bereits sehr entschieden von den zuerst angestrebten Turniererfolgen im Reitsport hin zu einer eher als Selbstzweck betriebenen Reitkunst.

Mein Galeno, gekörter Cartujano, kam 1997, im Alter von zwei Jahren zu mir und wurde mit viel Liebe und Verständnis nach der von mir entwickelten Reitweise, basierend auf der klassischen Reitkunst, ausgebildet. Er hatte in seinem ganzen Leben noch nie ein Gebiss im Maul. Bis zu Schluß zeigte er fast alle Lektionen der hohen Schule und gab bei Vorführungen immer sein Bestes.